Schöne Frauen
Sabrina Jung

Sabrina Jung reflektiert in ihrer Arbeit „Schöne Frauen“ die Diskrepanz zwischen im Fotostudio inszenierten weiblichen Rollenvorbildern und den durch die Werbung suggerierten gesellschaftlichen Schönheitsidealen. Die verwendeten Frauenportraits aus den 1920er-50er Jahren überlagert sie mit perfekt geschminkten Gesichtern von Models, die sie in aktuellen Modemagazinen findet. Trotz der unterschiedlichen Entstehungszeit des Ausgangsmaterials entsteht eine Form von symbiotischem Verhältnis, welches die ewige Sehnsucht nach makelloser Schönheit und den damit verknüpften Attributen jedoch nur im ersten Moment zu erfüllen scheint. Beim zweiten Blick wird das scheinbar Perfekte zur unheimlichen Maskerade. Medium und Model scheinen sich gegenseitig zu bedingen – eine Sehnsucht in ein Bild einschreiben zu wollen. Sabrina Jung knüpft ein Netz aus offenen Fragen um den Begriff der Schönheit – „Wer sind die „Vorbilder“ der portraitierten Frauen? – Welches gesellschaftlich entworfene Schönheitsideal gilt? – Wie wird ein etabliertes Rollenklischee innerhalb der Fotografie genutzt und gefestigt? – Welche bewussten und unbewussten Vorstellungen von Schönheit werden auf das Bild projiziert?“

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